Newsletter TK/IT RPS

Newsletter 001 TK/IT RPS

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Newsletter 001 TK/IT RPS

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

um mit euch weiterhin im regen Austausch zu bleiben, ergänzen wir als Landesbezirksfachbereich 09 Rheinland-Pfalz/Saar unsere Kommunikation unter anderem um einen regionalen Newsletter.

Wir haben uns entschieden andere oder neue Wege zu gehen, um diesen Austausch gemeinsam mit Euch zu gestalten.

Das Coronavirus „verändert“ seit Anfang des Jahres unsere Arbeitswelt. Es kommt zu Produktionseinbußen, die Nachfrage geht drastisch zurück. Die von der Krise betroffenen Industriebetriebe werden nicht wegen der Infektionszahlen geschlossen, sondern weil Zulieferer aus dem europäischen Binnenmarkt oder anderen Ländern nicht mehr liefern. Die Nachfrage im Inland ist zudem zum Teil komplett eingebrochen. Endprodukte wie Autos, Bodenbeläge oder Kaffeebecherdeckel werden derzeit so gut wie nicht gekauft. Das Leben in und mit der Pandemie stellt die gesamte Arbeitswelt vor erhebliche Herausforderungen. Gerade in Krisenzeiten ist eine starke Gewerkschaft unverzichtbar.

Die letzte Krise 2008/09 (sog. Finanzkrise) hat bewiesen:

·         gewerkschaftlich organisierte und mitbestimmte Betriebe sind erfolgreicher als Betriebe ohne Mitbestimmung

·         Unternehmen, die möglichst lange an ihren Mitarbeitern festgehalten haben und nicht das schnelle Hire and Fire-Modell gefahren sind, waren danach die Gewinner

Die Stärke einer Gewerkschaft ergibt sich unter anderem aus dem Zusammenhalt und der Solidarität ihrer Mitglieder untereinander. Stärke ist auch ein Garant für Arbeitsplatzsicherheit und eine erlebbare Lohnentwicklung im Betrieb.

Der Trend zur Digitalisierung der Arbeitswelt hat durch Corona deutlich an Fahrt gewonnen. Die in Folge der Corona-Pandemie veränderten Arbeitsbedingungen, wie Home-Office, Telefonkonferenzen, Webex-Gespräche, videounterstützte Meetings im Internet haben einen schnellen Einzug in unseren Arbeitsalltag gefunden. Was bislang technisch unmöglich war wurde von einem Tag auf den Anderen Realität und damit fester Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Viele der „neuen“ Errungenschaften werden mit großer Wahrscheinlichkeit auch zukünftig weiterhin ein Teil unserer Arbeitswelt sein.

Besonders in der Telekommunikations- und IT Branche wurde der schon angefangene Digitalisierungsprozess durch Corona beschleunigt. Um das Infektionsrisiko zu senken arbeitet ein Großteil der Beschäftigten im Homeoffice. Gespräche und Verhandlungen finden in der Mehrzahl in Form von Videokonferenzen statt.

·         „Social Distancing“, also soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, ist derzeit ein wichtiger Bestandteil der Pandemiebekämpfung. 

·         Führung auf Distanz ist plötzlich ein feststehender Begriff.

Durch Corona werden uns aber auch insbesondere in der digitalen Arbeitswelt die Strukturprobleme im Land vor Augen geführt. Weil die Grenzen der Netzkapazität oftmals erreicht oder überschritten werden, führen diese technischen Probleme insbesondere im „flachen Land“ vermehrt zu Ausfällen. Die Gründe dafür sehen wir im zusätzlichen Datenfluss durch Homeoffice, Videokonferenzen und der verstärkten Nutzung der „Streamingdienste“.

Obwohl die Pandemie das (Arbeits-)-Leben in einen Ausnahmezustand versetzt hat, gelten Gesetze und Verordnungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie das Betriebsverfassungsgesetz nach wie vor weiter. Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers bleibt bestehen. Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen sind wahrscheinlich gerade jetzt wichtiger denn je. Dies unterstreicht der durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales herausgebrachte SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard

Mit dem „Betriebliches Maßnahmenkonzept für zeitlich befristete zusätzliche Maßnahmen zum Infektionsschutz vor SARS-CoV-2 (SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard)“ wird das Ziel verfolgt durch die Unterbrechung der Infektionsketten die Bevölkerung zu schützen, die Gesundheit von Beschäftigten zu sichern, die wirtschaftliche Aktivität wiederherzustellen und zugleich einen mittelfristig andauernden Zustand flacher Infektionskurven herzustellen.

Die Verantwortung für die Umsetzung notwendiger Infektionsschutzmaßnahmen trägt der Arbeitgeber entsprechend dem Ergebnis der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung. Er hat sich von den Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärzten beraten zu lassen sowie daraus abzuleitende Maßnahmen mit den betrieblichen Interessensvertretungen abzustimmen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen ausreichend Abstand (mindestens 1,5 m) zu anderen Personen halten. Wo dies auch durch Maßnahmen der Arbeitsorganisation nicht möglich ist, müssen alternative Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Transparente Abtrennungen sind bei Publikumsverkehr und möglichst auch zur Abtrennung der Arbeitsplätze mit ansonsten nicht gegebenem Schutzabstand zu installieren. Büroarbeit ist nach Möglichkeit im Homeoffice auszuführen. Andernfalls sind für Büroarbeitsplätze die freien Raumkapazitäten so zu nutzen und die Arbeit so zu organisieren, dass Mehrfachbelegungen von Räumen vermieden werden können bzw. ausreichende Schutzabstände gegeben sind.

Besondere Hinweise zu Raumlufttechnischen Anlagen (RLT)

Von einer Abschaltung von RLT wird abgeraten, da dies zu einer Erhöhung der Aerosolkonzentration in der Raumluft und damit zur Erhöhung des Infektionsrisikos führen kann.

Dienstreisen und Meetings

Dienstreisen und Präsenzveranstaltungen wie Besprechungen sollten auf das absolute Minimum reduziert und alternativ soweit wie möglich technische Alternativen wie Telefon- oder Videokonferenzen zur Verfügung gestellt werden. Sind Präsenzveranstaltungen unbedingt notwendig, muss ausreichender Abstand zwischen den Teilnehmern gegeben sein.

Handlungsanweisungen für Verdachtsfälle

Es sind betriebliche Regelungen zur raschen Aufklärung von Verdachtsfällen auf eine COVID-19-Erkrankung zu treffen. Insbesondere Fieber, Husten und Atemnot können Anzeichen für eine Infektion mit dem Coronavirus sein. Hierzu ist im Betrieb eine möglichst kontaktlose Fiebermessung vorzusehen. Beschäftigte mit entsprechenden Symptomen sind aufzufordern, das Betriebsgelände umgehend zu verlassen bzw. zuhause zu bleiben. Bis eine ärztliche Abklärung des Verdachts erfolgt ist, ist von Arbeitsunfähigkeit des Beschäftigten auszugehen. Die betroffenen Personen sollten sich umgehend zunächst telefonisch zur Abklärung an einen behandelnden Arzt oder das Gesundheitsamt wenden. Der Arbeitgeber sollte im betrieblichen Pandemieplan Regelungen treffen, um bei bestätigten Infektionen diejenigen Personen (Beschäftigte und wo möglich Kunden) zu ermitteln und zu informieren, bei denen durch Kontakt mit der infizierten Person ebenfalls ein Infektionsrisiko besteht.

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Der vollständige SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard kann auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales heruntergeladen werden.

Falls ihr Wünsche oder Anregungen für weitere Themen habt, oder Fragen zu unseren Themen, könnt ihr uns natürlich gern schreiben.

fb09.rlpsaar@verdi.de

Bleibt gesund!

Euer ver.di Landesfachbereich